Die zwei häufigsten Ziele von Leuten, die mit dem Training anfangen, sind Muskelaufbau und Fettabbau.

Eher weniger Sportanfänger werden als Grund für ihren Trainingsstart „ich will eine deutlich bessere Muskeldefinition erreichen“ nennen, wenn überhaupt einer.

Gerade weil das Ziel des Fettabbaus heiß begehrt ist, kann man sich schnell verlaufen.

Der Arzt empfiehlt die eine Trainingsmethode, der Fitnesstrainer erzählt von einer anderen und der beste Freund, der ebenfalls neu anfängt, schwärmt von einer unglaublichen Entdeckung, die den Trainingserfolgt bereits in Kürze herbeiführen soll.

Ein kontrovers diskutiertes Thema bezüglich des Fettabbaus ist der Fettabbau Puls.

Lohnt er sich?

 

Fettabbau Puls

Im Prinzip geht es beim Fettabbau Puls darum, bei welcher Herzfrequenz man trainieren sollte.Fettabbau Puls

Es soll also darauf geachtet werden, wie hoch der Puls beim Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, und so weiter ist.

Fitness Mythos oder Schlüssel zum schlanken Bauch?

Der Fettabbau Puls, oder auch Fettverbrennungspuls, liegt ca. zwischen 110 und 130 Schlägen pro Minute.

Dieser Puls steht nur dafür, dass ihr, wenn ihr mit dieser Pulshöhe trainiert, prozentual am meisten Fett verbrennt.

Der Körper hat verschiedene Energiequellen, vor allem Fett und Glykogen.

Wenn ihr Laufen geht und dabei einen solchen Fettverbrennungspuls einhaltet, werden 60 % der benötigten Energie aus Körperfett gewonnen.

Die restlichen 40 % der notwendigen Energie bezieht euer Körper dann aus Glykogen.

Glykogen ist ein Polysaccharid, also ein Vielfachzucker, und dient dazu, euren Körper möglichst schnell mit Energie zu versorgen, wenn Energie benötigt wird.

Das ist bei vermehrtem Energiebedarf der Fall, also vor allem beim Sport. Bei dieser großen körperlichen Anstrengung greifen die Muskeln auf ihr gespeichertes Glykogen zurück und ihr könnt im richtigen Moment Leistung bringen.

Wenn ihr also mit einem Puls zwischen ungefähr 110 und 130 Schlägen pro Minute für eine Stunde joggen geht, dann verbrennt ihr um die 500 Kalorien.

Da euer Körper 60 % davon aus Fett verbrannt hat, sind das 300 Kalorien, die euer Körper aus den Fettzellen eures Körpers zog.

Die restlichen 200 Kalorien, die ihr verbrannt habt, bezog euer Körper aus seinem Glykogen.

Um 1 Kilogramm Körperfett loszuwerden, müsst ungefähr 7000 Kalorien verbrennen. Mit 300 verbrannten Kalorien in einer Stunde Joggen geht ihr einen Schritt in die richtige Richtung.

 

Trainingsalternative

Auch wenn 300 verbrannte Kalorien ein guter Schritt in die Richtung des Ziels eines schlanken Bauches Trainingsalternativesind, so gibt es aber eine Alternative zum Fettverbrennungspuls.

Und welche ist das?

Intensives Ausdauertraining!

Während ihr bei dem Fettabbau Puls mit einem eher moderaten Puls trainiert, trainiert ihr bei einem intensiven Ausdauertraining mit einem deutlich höheren Puls.

Dann befindet sich der Puls nämlich ca. zwischen 160 und 180 Schlägen pro Minute.

Ein Beispiel für ein solches intensives Trainings ist das Intervalltraining.

Im Gegensatz zu einer Stunde Joggen mit dem Fettverbrennungspuls in Höhe von ca. 110 bis 130 verbrennt ihr in einer Stunde während eines harten Ausdauertrainings ungefähr 1000 Kalorien.

Dabei ist es jedoch so, dass euer Körper dabei 40 % seiner Energie aus eurem Körperfett und 60 % aus eurem Glykogen bezieht.

Hier ist wieder zu erkennen, dass ihr durch den Fettabbau Puls prozentual mehr Fett verbrennt.

Aber nicht absolut!

Innerhalb derselben Zeitspanne habt ihr also absolut betrachtet durch ein intensives Training mit einem höheren Puls mehr Kalorien verbrannt. Und dadurch auch mehr Fett abgebaut.

In der Gesamtbetrachtung verbrennt ihr durch ein intensiveres Training also mehr Kalorien aus Fett, als ihr es durch ein Training mit einem moderaten Puls getan hättet.

 

 

Nachbrenneffekt

Das ist aber nicht der einzige Vorteil eines harten Ausdauertrainings.Nachbrenneffekt

Es gibt sogar noch einen weiteren gratis oben drauf!

Dabei handelt es sich um den sogenannten Nachbrenneffekt.

Wenn ihr wegen eines intensiven Trainings in einem hohen Pulsbereich trainiert, zieht euer Körper 60 % der benötigten Energie aus dem vorhandenen Glykogen.

Das wären wie im obigen Beispiel in einer Stunde 600 Kalorien aus Glykogen.

Das ist eine enorme Menge. Ihr brennt also durch ein hartes Training euren Glykogenspeicher aus, ihr macht ihn leer.

Daraus folgt: Euer Körper besitzt keine Kohlenhydrate mehr, die er eigentlich bräuchte, um sich nach diesem heftigen Training zu regenerieren.

Aber wo soll er die Energie herbekommen, die er braucht?

Aus dem Fett!

Ganze 1 bis 3 Stunden nach dem Training kann der Nachbrenneffekt anhalten, der dafür sorgt, dass euer Körper weiteres Körperfett als Energiequelle nutzt, also verbrennt.

Diesen Nachbrenneffekt nutzt ihr also am besten aus, indem ihr euch nach dem Training nicht direkt den Magen vollschlagt, sondern etwas abwartet.

Bis dahin trinkt ihr nur Wasser. Nach 1 bis 2 Stunden nach dem Training könnt ihr wieder normal essen.

Wenn ihr schon früher viel essen solltet, dann bevorzugt euer Körper diese Energie, die ihr ihm durch die Nahrung zuführt. Und greift nicht weiter aufs Körperfett zurück.

Fettverbrennung währenddessen und hinterher!

 

 

Das Ziel eines schlanken Bauches oder eines generell niedrigeren Körperfettanteiles ist heiß begehrt.Ziel: abnehmen - erreicht!

Damit ihr auf dem Weg dorthin nicht ins Stocken geratet, sondern möglichst effektiv und mit großen Schritten dem Ziel entgegenlauft, solltet ihr hart trainieren.

Absolut betrachtet verbrennt ihr innerhalb einer Stunde während eines intensiven Trainings mehr Kalorien aus Körperfett, als mit dem Fettabbau Puls.

Damit ihr euer Training optimieren könnt, helfe ich euch.

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Viel Erfolg auf dem Weg zum Ziel!

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