Menschen, die sich wie ich vegan ernähren, haben eine sehr gute Voraussetzung dafür, eine gesunde Lebensweise zu praktizieren. Dennoch birgt auch die vegane Ernährung einige Fehlerpotentiale, die dazu führen können, dass du trotz veganer Ernährung dick wirst bzw. dich ungesund ernährst.

Denn vegane Ernährung ist kein Freifahrtsschein dafür, alles zu essen, was der vegane Ernährungsplan hergibt. Wie bei jeder anderen Ernährungsform auch, kommt es darauf an, welche Nährstoffe du in welchem Maß zu dir nimmst und dass du dabei die richtigen, gesunden und möglichst industriell unverarbeiteten Lebensmittel konsumierst.

Die 3 größten Fehler, die du im Rahmen einer veganen Ernährung machen kannst, möchte ich dir in diesem Artikel aufzeigen. Wenn du diese 3 Regeln beachtest, steht einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, die dir zu deinem Wunschkörper verhilft, nichts im Wege.

 

Vegane Ernährung: Fehler Nr. 1: Zu viel Fett essen

Zu viel Fett lässt dich auch bei veganer Ernährung erscheinen wie ein Walross

Zu viel Fett lässt dich auch bei veganer Ernährung erscheinen wie ein Walross

Leider verleitet die vegane Ernährung viele Menschen dazu, in Summe einfach zu viel und vor allem zu viel Fett zu essen. Da bei der veganen Ernährung häufig angenommen wird, dass sie auf jeden Fall gesund sei, bildet dies für viele den Freifahrtsschein dazu, viel zu viel und viel zu unbedacht zu essen.

Doch auf das richtige Maß und ein ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen kommt es eben auch bei veganer Ernährung an! Zu viel ist zu viel, egal bei welcher Ernährungsform!

Ein besonders großes Problem ist der übermäßige Konsum von Fetten. Nur weil die in veganen Lebensmittel enthaltenen Fette häufig als gesund gelten, solltest du sie nicht übermäßig zu dir nehmen. Bei Fett gilt die Regel: Max. 15 bis 20 Prozent deiner täglichen Kalorien sollte aus Fetten kommen.

Häufig wird dabei die Fetthaltigkeit veganer Lebensmittel unterschätzt. Ein Esslöffel Olivenöl beispielsweise enthält bereits ca. 20 Gramm Fett. Dies ist enorm viel gemessen an der vermeintlich kleinen Menge, die auf einen Esslöffel passt. Und genau deshalb sind fetthaltige Lebensmittel so gefährlich in Sachen Übergewicht und Fettleibigkeit.

Bei Nüssen beispielsweise, die ebenfalls zu den gesunden, veganen Fettquellen zählen, reicht eine Hand voll pro Tag absolut aus. Mehr solltest du nach Möglichkeit davon nicht essen, denn sonst überschreitest du schnell deinen Fettbedarf von max. 40 bis 60 Gramm pro Tag.

Besonders tückisch ist auch die Avocado. Da sie eine Frucht ist, denkt man schnell, dass sie keinen hohen Kalorienanteil haben könnte. Doch dies stimmt nicht! Denn in 100 Gramm Avocados sind 15 Gramm Fett und immerhin 160 Kalorien enthalten. In Maßen konsumiert ist die Avocado ein sehr gesundes und gutes veganes Lebensmittel. Allerdings solltest du auch von Avocados nicht mehr als 300 Gramm pro Tag essen.

Daher lautet die erste Regel im Rahmen einer gesunden, veganen Ernährung: Esse auch vegane Lebensmittel nur im notwendigen Maß und übertreibe es vor allem nicht mit fetthaltigen Lebensmitteln.

 

Vegane Ernährung: Fehler Nr. 2: Zu viele industriell verarbeitete Produkte verwenden

Vegane Ernährung sollte am besten aus unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen

Vegane Ernährung sollte am besten aus unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen

Auch bei veganen Lebensmitteln ist das Angebot an industriell verarbeiteten Produkten groß. Insbesondere Soja-Produkte wie Soja-Bürger oder Soja-Schnitzel, die als Ersatzprodukte für Fleisch bekannt sind, gelten als stark industriell verarbeitet. Die industrielle Verarbeitung führt dazu, dass der Nährstoffgehalt der Lebensmittel sinkt und du somit zwar viele Kalorien, aber vergleichsweise wenig Nährstoffe zu dir nimmst.

Daher solltest du auch bei veganer Ernährung darauf achten, dass du frische Produkte verwendest. Am besten sind dabei frische Bio-Produkte oder tiefgefrorene Lebensmittel, deren Nährstoffgehalt noch hoch und damit wertvoll für dich ist.

Wenn es nicht anders geht, sind auch vegane Lebensmittel aus Konserven okay. Allerdings solltest du frische Produkte bzw. tiefgefrorene Produkte immer bevorzugen.

Zudem solltest du darauf achten, dass du nicht zu viele abgekochte Gerichte isst. Zerkochtes Gemüse beispielsweise ist weniger nährstoffhaltig als frisches Gemüse. Daher bevorzuge ich stets frisches Obst und Gemüse, das nicht gekocht wird. Selbst Apfelmus, der auf den ersten Blick sehr gesund und wenig verarbeitet erscheint, ist im Vergleich zu frischen Äpfeln deutlich weniger nährstoffreich.

Bei einigen veganen Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Linsen beispielsweise lässt sich das Kochen natürlich nicht vermeiden. Bei diesen Lebensmitteln ist dies auch vollkommen okay und sie sind eine wertvolle Komponenten für die vegane Ernährung.

Da du im Restaurant nicht immer weißt, in wieweit die verwendeten Lebensmittel frisch und unverarbeitet sind, empfehle ich dir zudem, möglichst häufig selbst zu kochen. Dadurch weißt du genau, welche Lebensmittel in deinem Essen verwendet werden und kannst darauf achten, dass die Produkte frisch und industriell nicht bzw. wenig verarbeitet sind.

Zusammengefasst lautet Regel Nr. 2: Achte bei veganen Lebensmitteln darauf, dass sie frisch, industriell unverarbeitet und nicht zu sehr gekocht sind.

 

Vegane Ernährung: Fehler Nr. 3: Zu viele zuckerhaltige Getränke

Vegane Ernährung sollte ohne zuckerhaltige Getränke auskommen

Vegane Ernährung sollte ohne zuckerhaltige Getränke auskommen

Zuckerhaltige Getränke kommen in der veganen Ernährung ebenso häufig vor wie bei Nicht-Veganern. Denn die allermeisten Getränke sind ohnehin vegan und es macht daher bei Getränken kaum einen Unterschied, ob du Veganer bist oder nicht.

Die Gefahr bei Getränken ist, dass sie häufig sehr zuckerhaltig und damit kalorienreich sind. Da es jedoch „nur“ Getränke sind, machen sich viele um deren Kaloriengehalt keine Gedanken. Aber genau das solltest du tun!

Denn zu viel Zucker ist nicht nur ungesund, er macht dich auch dick und fettleibig. Viel Zucker steckt beispielsweise in industriell gefertigtem Eistee, Softdrinks wie Cola, Fanta oder Sprite oder auch in Energydrinks wie Red Bull. Daher solltest du diese Getränke nur in Maßen trinken und wenn möglich auch nicht jeden Tag.

Am besten ist es, wenn du deinen Flüssigkeitsbedarf von 2 bis 3 Litern pro Tag ausschließlich durch Wasser erfüllst. Ob Sprudelwasser oder stilles Wasser ist dabei vollkommen egal. Wasser ist sehr gesund und wohltuend für deinen Körper und macht dich unter Garantie nicht dick.

Sollte dir Wasser auf Dauer zu langweilig und eintönig sein, kannst du auch auf selbst gemachten Eistee oder Geschmackswasser zurückgreifen. Die besten Rezepte hierfür findest du in meinem Artikel Die besten Sommergetränke für dein Workout.

Als Regel Nr. 3 solltest du dir also merken: Achte darauf, nicht zu viele zuckerhaltige Getränke zu konsumieren und trinke am besten ausschließlich Wasser.

 

Mein Video über vegane Ernährung

Wie du dich vegan richtig ernährst, zeige ich dir auch in diesem Video:

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen 3 Regeln für eine gesunde vegane Ernährung weiterhelfen konnte. Ich selbst halte mich streng an diese Regeln und empfehle dir, dies auch zu tun. Denn alle Anstrengung beim Training bringt dir nur wenig, wenn man deine Muskeln durch übermäßiges Körperfett nicht sehen kann.

Die Ernährung spielt beim Krafttraining eine ganz entscheidende Rolle und daher ist es enorm wichtig, dass du dich gesund und ausgewogen ernährst. Wenn du dies verinnerlichst, steht deinem Trainingserfolg eigentlich nichts mehr im Wege!

Bis dahin, bleib fit,

Dein Karl

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